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A noobgamer‘s guide to eternal-deckbuilding

Also, ich, cei bzw der Autor dieses Artikels, bin ein mercadia User, auch wenns ihr mir nicht glauben würdet. Die meisten Leute würden Deckbautipps von Leuten mit 17XX Rating erwarten, aber damit kann ich leider nicht dienen. Im Gegenteil, mein Rating verliert sich im 15XX Bereich, was ich meinen ersten zwei Turnieren als totaler Newbie zu verdanken habe. Und um das der Mitmagicwelt zu ersparen, schreibe ich nun diesen Text darüber, wie man es nicht machen sollte - den Rest überlasse ich dann eurer Fantasie.

Warum Vintage als Anfängerformat ungeeignet ist und ...



Ja, ihr habt ganz richtig gehört. Die meisten Anfänger wollen ihr tolles Standard+Balance.dec tatsächlich in Vintage spielen. Der Schlüssel zum Erfolg lautet hierzu - lass es! In Vintage, rennen Decks herum, welche meistens vor Runde 4 gewonnen haben. Einige dieser Decks können so penetrant sein, dass sie dich nicht mal dein Spiel aufbauen lassen, und wieder andere, das sind die tollen Kombodecks, sind so schnell das du nichtmal dein erstes Land auf den Tisch gelegt bekommst. Wenn du jetzt also vorhattest mit deinem S+B.dec nach Iserlohn zu fahren, dann spar dir die Teilnahmegebühren und überleg dir nochmal ganz genau ob du gegen Massen an Countern, Massen an Firstturnkills und Massen an so verdammt starken Goblindeppen aka FCG ankommst.

... warum Standard auf Dauer auch nicht das Wahre ist!



Du hast schon richtig gehört, Standard ist für Anfänger auf Dauer sehr unbequem. Ganz oben auf der Treppe der Misetäter stehen natürlich die Kosten (Standard wird auf Dauer teurer als Vintage, denn in Vintage spielt fast jedes Deck die gleichen Supporter, Manafixer, usw), denn Standard rotiert, das heisst, jedes Jahr im Herbst, fällt ein Block „raus“ und ein anderer kommt „rein“. Und weil das so ist, darf man als Standard Spieler jedes Jahr im Herbst seine alten Karten in eine Kiste packen und sich wie ein verrückter Displays mit neuen Karten kaufen. Auch hinzu kommt, das Standard das meistgespielte Format ist, und deswegen die Karten die gut in Standard sind, so verdammt teuer sind, das man entweder aus dem Irrenhaus kommen muss oder Standardspieler ist, wenn man sich etwas dermassen Überteuertes kauft. Eines meiner Turniere war ein Standard Turnier und ich wurde dort sogar 13ter von 36 mit meinem tollen Elfen.dec (das Turnier war zu Onslaught Zeiten). Aber eins habe ich mir geschworen - nie wieder mit Common.decs auf ein Standard Turnier zu gehen.
Zugegeben ich hatte damals wenig Ahnung was so gespielt wird und hab mein Deck mit einem absolut unpassenden Artefakthate SB vollgestopft (aus Angst vor Ravager Affinities). Nunja ich hab sogar gegen ein Raffinity gespielt - leider war ich tot bevor ich mein erstes Hate zog. Eigentlich wusste ich damals garnicht das ich von dem Deck besiegt wurde vor dem ich mich so gefürchtet hatte. Was ich aber definitiv gelernt habe ist, sich über das Meta sowie die geläufigen Decks in diesem Format zu informieren bevor man auf ein Turnier geht - und keine Tribal.decs zu spielen.

Was hat mein Deck mit irgendeinem Meta zu tun?



Zunächst die Erklärung von „Metagame“ aus dem germagic.de Dictionary: „Ansammlung von Decks, von denen man ausgehen kann, dass man Sie in einer bestimmten Umgebung (an einem bestimmten Ort) antreffen wird. Vom meist bekannten Metagame (sehr häufig bestimmt durch Netdecks) sollte man abhängig machen, was man selber spielt.“ Das heisst auf gut deutsch - wenn du weißt das alle Artefakthate spielen solltest du kein Artefaktdeck spielen. Das macht Sinn und ist logisch. Wenn man sein Metagame nicht kennt sollte man erfahrene Spieler aus der Region bzw Leute die auf dem gleichen Turnier teilnehmen wollen fragen. Das Metagame ist besonders wichtig wenn man sich ein Sideboard baut. Zu wissen was einen erwartet kann einem oft helfen zu wissen was man dem entgegensetzten muss. Natürlich kann man sich ein allgemeines Anti-Aggro/Control/Combo Sideboard bauen, nur ob das auf Dauer das wahre ist wird sich zeigen. Für den Anfang wäre so etwas aber sicher nicht verkehrt.

Warum Sideboard? Ich pack das alles ins Maindeck!



Ein „the Rock“ erhebt den Anspruch preboard, also vor dem hinzufügen des Sideboards etwas gegen jeden und alles zu können. Das stimmt auch zum größten Teil, nur, wenn jemand den Plan gegen alles ein bisschen zu können zu hart verfolgt, kann er gegen alles nicht genug. Deswegen spielen die meisten Decks etwas allgemeinen Hate im Maindeck, und die speziellen Sachen im Sideboard. Das solltet ihr auch machen.

Lektion I, was man nicht machen sollte: Sliverdeck



Es gibt 34 verdammte Sliver und es gibt tausende die auf Vintage Turniere mit Slivern gehen. Das gehört sich nicht! Zugegeben, angenommen jemand hätte alle dummen 34 Sliver im Spiel dann wäre er ganz schön mächtig - Bis jemand Wrath of God castet. Und ja, Wrath of God wird in allen Formaten gespielt, ganz zu schweigen davon das nie jemand alle verdammten 34 Sliver aufs Spielfeld bekommt. Das tollste ist ja das alle ihre Sliverdecks in Vintage spielen. Was soll das??? Vintage ist DAS Control/Combo Format schlecht hin! Selbst die Aggro.decs in Vintage sind Control oder Combo, siehe Fish und FCG. Wenn schon Sliver dann bitte in Legacy. Wobei garnicht immernoch die beste Idee wäre. Ein Deck das darauf aufbaut mehr als 4 Karten ins Spiel zu bekommen und dann nichtmal in eine Kombo sondern in Beatdown geht ist zum scheitern verurteilt. Früher oder später wird das jeder merken.

Lektion II, was auch nicht toll ist: Elfen!



Nein, es gibt in Vintage keine Elfendecks! Elfendecks gehören zu Legacy, in Legacy gibt es die Dinger zwar auch nicht en masse, aber da gewinnen sie wenigstens. Dort werden sie als Combo.dec mit Food Chain und Myojins gespielt (3rd Turn Myojin kann auch in Legacy ein Game entscheiden).
Und bitte packt nach diesem Artikel nie wieder Waffenrock in ein ernstgemeintes Turnierdeck - 5 Mana sind zuviel für eine Karte die alleine nichts macht und bestenfalls dem Gegner hilft.

Lektion III, Zauberer =/= Kontrolle



Zauberer haben, so hart es auch klingen mag, nichts mit Kontrolle zu tun. Ein Patron Wizard, der dreu blaue Mana kostet und jeden Zauberer per tap zum Forcespike werden lässt mag zwar gut aussehen, macht aber praktisch garnichts. Auch hier gilt - alleine macht er für seine Kosten viel zu wenig und in einem halbwegs guten Meta sieht er sowieso niemals das Spielfeld. Erswcherend kommt hinzu das diese Zauberer.decs häufig noch nie einen Counterspell, geschweige denn einen Force of Will gesehen haben! So etwas Kontrolle zu nennen grenzt schon fast an Verstoß gegen die guten Sitten. In Vintage/Legacy spielt jedes Deck das einigermassen gut ist und das Blau ist spielt den netten Force of Will. Wer dagegen nicht ankommt ist hoffnungslos verloren.
Und deshalb solltet ihr auch mehrere Gewinnmöglichkeiten ins Deck packen, für den Fall das eine geforced wird.

Lektion IV, Netdecks



Es ist keine Schande sich Decks aus dem Internet nachzubauen, von denen man weiss das sie etwas taugen. Diese Decks haben den einfachen aber erschöpfenden Vorteil das sie auf meist größeren Turnieren getestet wurden und gut abgeschnitten haben. Wo findet man Netecks? Gut Anlaufstellen sind hierfür morphling.de und germagic.de. Dort kann man gute Netdecks und T8 Deckliten finden.
Viele betrachten es als Mangel an Kreativität sich Netdecks zu bauen (ich übrigens auch), aber auf einem Turnier würde ich lieber mit einem Netdeck als mit einer Eigenkreation von der man selbst nicht ganz überzeugt ist. Natürlich kann man Netdecks nicht einfach 1:1 übernehmen, Sideboard und eventuell auch Maindeck sollten ans Metagame angepasst werden, aber im groben und ganzen hat man dann einen als gut erwiesenen Deckplan.

Lektion V, Decks testen und das eigene Spiel verfeinern



Es gibt viele Wege dies zu tun. Der beliebteste Weg ist es wahrscheinlich sich Proxies auszuschneiden, diese ins Deck zu integrieren, in den Expert Store zu rennen und wie ein Irrer in der Gegend rum zu spielen - einfach aber effektiv. Einen anderen Weg eröffnet uns das Internet mit Apprentice, Magic Workstation (kurz MWS), oder GenericCollectibleCardGame (kurz GccG). Wie kommt man an diese Programme? Alle 3 Programme finden sich im Downloadbereich auf mercadia, Updates gibt es im Software Forum, wo auch Anleitungen, etc stehen.
Auch auf magicthegathering.com stehen immer wieder interessante Artikel über Strategien und Taktiken die man während eines Spielzuges einhalten kann/sollte.

Abschliessende Worte des Autors



Dieser Artikel ist etwas kurz ausgefallen, da ich nicht die „Deckbautipps“ von Grim Monolith übernehmen bzw zu stark integrieren wollte. Ausserdem sollte das ganze auch nur eine Art Tippsammlung sein wie man seine eigene Kreative Ader verbessern kann bzw wie man auf Turnieren zu höheren Ergebnissen kommt.

Fröhliche Feiertage und nen guten Rutsch, mit freundlichen Grüßen,
cei

Geschrieben von cei



Artikel:

cei - 08.01.06 - 19:36

inaktiv

Gästebuch 
Keiner mag den Artikel lesen :(

Letzte Änderung: 08.01.06 - 19:36


greetz, Metal
++++inaktiv@mtg++++

Dark Aldi - 09.01.06 - 16:45


inaktiv

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hey toller artikel, hilft bestimmt vielen anfängern!
mfg dark aldi


Ogg haut Wand. Wand geht nicht putt. Ogg hasst Wand."

Der Mann der auf den Keks tritt - 30.01.06 - 20:47


Mitglied seit
10.02.05

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ich finde, er is gut zu lesen und auch n bissel was zum schmunzeln


"But what is this? The Progenitus is casting Knowledge Exploitation targeting me? Oh no he didn't. So I showed him who's boss and played Demonic Consultation naming a card that isn't in my deck. That'll teach that jerk blue mage." -d0su

Goblinkönig - 02.02.06 - 21:21


Mitglied seit
18.08.03

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Der Artikel ist ansich ganz gut, aber die Sache mit Sliver Decks in Iserlohn nehm ich dir net ab ;)
jakobe - 02.02.06 - 21:35

Mitglied seit
11.11.05

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cooler artikel

p.s.: wenn du noch einmal was gegen sliver sagst dann... dann... gibts aber was auf die nüsse.
das is der coolste (und vermeindlich/unvermeidlich sinnloseste) creaturentyp den es in MAGIC gibt und ich finde das jeder anfänger das recht hjat sich ein sliver deck zu baun nachdem er mit leuchtenden augen vor einer sliver queen saß(die von dem noob der sich 3 wochen zuvor die sliver plage geholt hat)
ich hatte auch mal eins(sogar mit jeden COP 2 mal jawohl)

p.p.s.: selten das ein p.s. länger ist als der eigentliche kommentar ^^

Letzte Änderung: 02.02.06 - 21:45


The man has not woven the web of life

El Nakhla - 27.02.06 - 17:58


inaktiv

Gästebuch 
Ich würde fast sagen, dass der Artikel hemmungslos schlecht ist...

Fangen wir mal mit kritisieren an:

* Standart ist im Vergleich zu Vintage fast umsonst. Für eine Power Karte, die man in Vintage unbedingt braucht, bekommt man 10 Standart Decks inklusive Duals. Und dein Argument von wegen man muss sich bei jeder neuen Rotation umstellen ist insofern Blödsinn, dass alle 2 Jahre ein Block rausrotiert und man also 2 Jahre Zeit hat die Karten zu spielen. Außerdem: Ich weis ja nicht wie du deine Decks zusammenbekommst, aber ich kauf mir nicht so lange neue Displays bis ich alles habe sondern kaufe gezielt Einzelkarten.

* Dein Pseudo Argument wenn alle 34 Sliver liegen und dann ein Wrath kommt hat mich auch nicht ganz überzeugt... Ach ja ich weis warum: Es gibt da einen Trick, der lautet: Nicht alle Sliver legen, und nach dem Wrath wieder das Board voll haben... Ich hab außerdem noch nie ein Goblin Deck gesehen dass nach einem Lonely Wrath "Blub" gesagt hat. Ähnlich wirds es sich wohl mit Slivern verhalten...

* Und wie du einem Neuling damit helfen willst in ein Format einzusteigen indem du ihm sagst was er nicht machen soll, ist mir auch schleierhaft...

* Last but not Least frag ich mich wie jemand ohne Eternal Rating, dafür aber 15** in Limited jemand anderem für dieses Format Tips geben will ohne dieses Format je gespielt zu haben...

Ansonsten ganz ordentlich, wenn du verstehst was ich meine; du verstehst doch was ich meine oder ? Mfg Me

Letzte Änderung: 27.02.06 - 17:58


Zitat:Grow ist deshalb so gut, weil es sich mit Brainstorm und Serum Visions ständig die Hand wieder auffüllt!
-Zitat des (fast) besten Spielers aus München

Master Rian - 28.03.06 - 15:28


inaktiv

Gästebuch 
Vielleicht ein bisschen krass ausgedrückt @ El Nakhla, aber es stimmt leider dass du kaum konstruktives sagst, ich meine ich dachte dies soll ein Artikeln sein der Anfängern hilft in Eternal einzusteigen. Also ich selber habe noch keine Turniererfahrung aber groß geholfen hat mir der Artikel nicht, außer dass ich keine Stammesdecks spielen soll was ich eh für DERBE billig halte ^^
Soll aber jeder Anfänger selber wissen...Sliver können im gegensatz zu den anderen Stammesdecks wenigsten noch richtig fun bringen.

Aber etwas positives zum Schluss...gut geschrieben ist der Artikel schon, musste sogar mal lachen *g*
zur - 19.04.06 - 11:23

inaktiv

Gästebuch 
noobs gehen doch zu typ1 tunieren weil die in ihren decks alle
möglichen karten aus verschiedesten editionen haben
und deswegen nicht typ2 spielen wollen
typ2 ist meiner meinung nach das beste format aus constructed aber limited ist auch sehr funny
wieso hast du keine limited tipps gegeben das ist doch das günstigste format


"If I found out my opponent's 2 year old daughter had cancer and the only cure was me NOT winning the PTQ, lets just say I hope she likes chemo, cuz I came to win."

Mein Blog

Meisterknutscher - 13.07.06 - 07:26


verbannt

Gästebuch 
Ups! Durch deinen Artikel wurden ich von einigen Dingen abgebracht, die ich eigentlich mal testen wollte (Waffenrock, Sliver).


Wer früher stirbt, ist länger tot.

Spark - 19.10.07 - 15:31


Mitglied seit
14.06.07

Gästebuch 
Jo, spiel zwar seit gut 4 Monaten Magic, fand ihn aber trotzdem noch amüsant.

Gut gemacht.

MfG Spark


Keep on playing Vintage

Bisamratte - 01.09.08 - 08:33

Mitglied seit
18.06.04

Gästebuch 
Der Artikel war in der Tat amüsant. Einge Sachen sehe ich anders, bei vielem kann ich aber zustimmen.

Eine Sache muss ich allerdings loswerden:
Tribedecks kann man durchaus im Vintage spielen. Goblins sind keine schlechte Wahl und wer Anton Kalinskis Elfen kennst, der weis, dass auch sowas gewinnen kann. Gerade in Unpoweredmetas kann man auch mit nicht so tollen Decks antreten.

Allgemein ist es so, dass man in Vintage nicht als Neuling einsteigen sollte. Da bietet sich, wenn man an Eternal interessiert ist, Legacy eher an. Wenn man seine Erfahrungen mit richtigen Turnierdecks gesammelt hat, kann man auf Vintage umsteigen. Man muss allerdings damit rechnen, erstmal verkloppt zu werden, weil die Vintageuhren etwas anders ticken, als die jedes anderen Formates.Aber kein Grund zur Besorgnis: das geht glaube ich jedem so.

Achso nochwas: ich habe meinen Unpoweredpool + einen Teil der Power ausschließlich durch meinen T2 Pool finanziert. Nur um mal die Größenverhältnisse klarzustellen.



- Team DDM -

Crackho's new law:
Zitat: Libido boomt -> Nachfrage nach Frauen steigt -> Angebotene Menge konstant -> Frustration steigt -> Nachfrage fällt -> Libido tot




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