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Prerelease Fifth Dawn Greifswald II

Prerelease Fifth Dawn in Greifswald Leider wird in Rostock dieses Jahr das Prerelease Fifth Dawn aufgrund von Pfingsten ausfallen, denn von den potentiellen Veranstaltern ist zu diesem Zeitpunkt niemand in der Stadt. Zwar hat man bereits eine Art Ersatzveranstaltung am Wochenende drauf organisiert, allerdings ist Amigo so freundlich dafür keine Prerelease Karten bereit zustellen. Aus diesem Grund musste ich mich nach einer anderen Gelegenheit umsehen die neuen Karten bereits vor Erscheinungsdatum abzugreifen. Günstigerweise boten sowohl Schwerin als auch Greifswald am Samstag dem 29.05.04 ein Prerelease Turnier an, wobei ich mich für letzteres entschied, schon allein weil es ein paar entspannende Highlander Runden mit Falko aka „the Real Paluschke“ (im Folgenden auch als Troll B bezeichnet) versprach. Um mir einen stressigen Samstagmorgen zu ersparen, fuhr ich bereits am Vortag in die Studentenstadt und nutzte Falkos großzügiges Angebot, bei ihm nächtigen zu dürfen. Der angebrochene Abend wurde der mannigfaltigen Vorbereitung gewidmet. Den Spoiler durchkämmten wir von oben bis unten auf der Suche nach den wenigen spielbaren Karten dieses Haufen Grütze, der die neue Edition werden will. Erstaunlicherweise fand sich sogar das ein oder andere brauchbare Exemplar und geschwind wandten wir unser neu erworbenes Wissen bei der Simulation diverser Sealedpools an. Selbstverständlich kam das Funspiel in dieser Nacht auch nicht zu kurz, allerdings nahmen wir den gesamten Tag keine Deck mit weniger als 120 Karten mehr in die Hand.
Am darauf folgenden Morgen bestiegen wir in aller Frühe den Bus in Richtung Site und trafen dort schon einige erwartungsfreudige Spieler an. Im Laufe der nächsten Stunde trudelte noch der Rest der Belegschaft ein, darunter gleichfalls das letzte Teammitglied Troll A mitsamt einem Bekannten aus Stralsund.
Bis kurz vor Turnierbeginn war nicht genau klar ob wir mit oder ohne Deckswap spielen würden, doch als sich herausstellte, dass niemand Decklisten ausgedruckt hatte und sich gleichzeitig auf die Schnelle kein Druckgerät auftreiben ließ, musste zwangsläufig darauf verzichtet werden.
Während des Aufmachens wurde schon ersichtlich, dass mein Pool mit Auriok Salvagers, Loxodon Anchorite, Skyhunter Prowler, Skyhunter Cub und Leoninden Den-Guard ein sehr solides Weiß bot, wohingegen Grün ziemlich armselig einher kam. Nachdem in den Fifth Dawn Boostern bereits ein Rashka und ein Silent Arbiter das Licht der Welt erblickt hatten, grinste mich aus dem Mirrodin Starter ein kleiner süßer Arc-Slogger an und ich dachte mir: „Super ich spiel Spoiler Deck!“ Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, doch haarsträubende Geschichten von wild doppelschlagenden Katzenarmeen, die Falko am Abend vorher noch zum besten gegeben hatte, sowie an die knapp 6 oder 7 Vertretern dieses Tribes in meinem Pool verleiteten ich dazu deren scheinbar so mächtigen Chef ins Deck zu integrieren. Gleich vorweg gesagt: Rashka flog nach jedem mal boarden raus.
Ansonsten gab der Pool noch recht solides schwarz, rot und blau, von denen ich nach längerem Überlegen schwarz mit doppelt Cackling Imp, Disciple und Moriok Scavenger ausgeschlossen habe, da blau mit Scherbe, Replica und Neurok Spy mehr überzeugen konnte.

Das fertige deck sah dann so aus:
6x Plains
6x Mountain
3x Island
1x Ancient Den
1x Talisman of Indulgence
1x Talisman of Unity
1x Wanderers Bauble
1x Leonin Squire
1x Rashka Gold Cub
1x Auriok Salvager
1x Leonin Den-Guard
1x Skyhunter Prowler
1x Loxodon Anchorite
1x Skhunter Cub
1x Neurok Spy
1x Arc Slogger
1x Atog
1x Wizard Replica
1x Shatter
1x Slogger
1x Pyrite Spellbomb
1x Bonesplitter
1x Cranial Plating
1x Relic Barrier
1x Goblin Replica
1x Opaline Bracers
1x Silent Arbiter
1x Composite Golem
1x Myr Enforcer

SB:
1x Suntouched Myr
1x Myr Quadropod

Ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen den Leitstern rauszunehmen weil die Synergie mit dem Auriok Salvager einfach zu schön gewesen wäre, sodass im Endeffekt ein 41 Karten Deck zustande kam.
Die ersten Testspiele mit Falko wirkten sich nicht sonderlich motivierend auf mich aus, da ich jedes mal sang und klanglos unterging, was weniger am Deck, als in meiner Fähigkeit Mana zu ziehe begründet lag.

Runde 1
Gegner: Falko Görres
Deck: R/B/W Slight-Suicide Mischung mit viel Evasion und rotem Beacon

Ich freu mich erst mal und hoffe, das es jetzt ein bisschen anders laufen würde als in den Testspielen zuvor, aber Pustekuchen! Spiel eins beginnt eigentlich recht vielversprechend mit Talisman in Runde 2, doch als dieser detoniert nimmt das Unheil seinen Lauf. Zwar komme ich noch dazu mein drittes Land zu legen, Nummer 4 bleibt aber für sehr lange Zeit aus, dabei hatte ich mich so sehr auf meinen Arbiter gefreut. Viel ausgerichtet hätte dieser allerdings auch nicht mehr, weil sein random Critter mit Schädelverstärkung bald vorne viel größer ist als 5, sodass meine Lebenspunkte auch dementsprechend schnell in den Keller gehen. Ausgerechnet genau in der Runde bevor ich mein Land für den Arbiter ziehe legt er noch einen Flieger auf den Tisch gegen den selbst die Sanftmut meines Artefakt Heinis wirkungslos bleibt und so schiebe ich verdrossen zusammen.
Ich mulle in eine Hand mit zwar nur einem Land, aber dafür mit Leitstern und Talisman und bin risikofreudig genug diese zuhalten. Ein großer Fehler, denn ich finde das gesamte Spiel kein weiteres Land mehr und Falko geht goldfischen.
0:1

Verständlicherweise bin ich nun ziemlich frustriert und gehe nur sehr mürrisch in die Runde 2, schließlich war ich doch hergekommen, den Spaß zu gewinnen.
Eine Konsequenz ziehe ich allerdings aus dieser Begegnung: Es tummeln sich zu viele teure Viecher in meinem Pile, das muss geändert werden. Glücklicherweise habe ich bis zum Start der nächsten Runde noch etwas Zeit, die ich über meinem Sideboard grübelnd verbringe bis ich schließlich eine halbwegs akzeptable Lösung finden kann.
Von nun an warf ich nach jedem ersten Spiel Rashka und den Kompostgolem raus, um dafür Suntouched Myr und Myr Quadropod zuspielen.

Runde 2
Gegner: Peter
Deck: ???

Mein Gegner amüsiert sich zunächst köstlich darüber gegen einen Namensvetter spielen zudürfen, wohingegen mich die ganze Angelegenheit kalt lässt, denn immer noch wurmt mich der Verlauf der letzten Runde. Wenigstens habe ich jetzt den bitternötigen Aufbaukiddie vor mir, was meine Laune zu mindestens etwas anhebt.
In Spiel eins hat er bis Runde 4 immer noch nichts auf den Tisch gelegt, sodass meine Offensive auf keinen großen Widerstand stößt und ihn recht schnell in die Knie zwingt.
Im nächsten Spiel macht mein Deck endlich genau das was es soll, nämlich vierte Runde Slogger legen. Der geht dann auch konstant jede Runde hauen, auch wenn er sich dabei ständig einen Chumbblocker einfängt. Erste wirkliche Bedrohung ist ein Qumulox, dessen Dasein aber sofort von den 2 Sloggerschüssen beendet wird. Irgendwann gehen ihm die Kreaturen aus und kurz darauf auch die Lebenspunkte.
1:1

Nach einer kurzen Mittagspause, sowie einigen wenigen Impressionen aus dem Film „Dogma“, der neben dem DCI Reporter vor sich hindudelt, startet man in die dritte Runde.

Runde 3
Gegner: Axel
Deck: R/W Evasion

Er beginnt sehr zügig mit doppelt Skyhunter Prowler von denen einer auch noch einen Horned Helm auf die Rübe bekommt. Da kommt zwar meine Denguard nicht mehr dran vorbei, der Slogger, der ihr kurz darauf folgt aber schon. Ein Abunas versucht diesen aufzuhalten, stirbt dann aber an einer Spruchbombe, sodass der Weg wieder frei ist. Auch weitere Flieger können die Situation für ihn nicht verbessern, da ein Arbiter die meisten von ihnen vom Angriff abhält und mir die Zeit verschafft einen Composite Golem zu legen. Nun fängt mein eigener Arbiter doch ein wenig an zu stören, woraufhin ich ihn mir kurzerhand mit blauer Scherbe zurück auf die Hand gebe. Zwar träumt dort auch ein einzelner Myr Enforcer von Ruhm und Ehre in der Schlacht, doch wird sein Einsatz gar nicht mehr notwendig, da es meine beiden anderen dicken Männer allein gelingt den Sieg zu erringen.
Spiel zwei ist einfach nur langweilig, denn außer einem erste Runde Krummsäbel passiert bei ihm nichts mehr, weil er gleichzeitig flooded und colour screwed ist.
2:1

Für die letzte Runde standen je nach Ausgang der verbleibenden Duelle, noch eine Reihe potentieller Gegner offen, von denen einer eventuell Teamkollege Carsten hätte sein können. Der verlor jedoch sein Spiel und kam deshalb nicht mehr in Frage.

Runde 4
Gegner: Werner
Deck: R(oter) S(poiler) Q(uatsch)

Von Falko hatte ich bereits Horror Geschichten über die Vielzahl an starken Karten vernommen, die der Mann da vor mir auszupacken gedachte. Es kommt mir leicht das Schlottern. Nichtsdestotrotz todesmutig in den Kampf gestürzt und sofort in Spiel eins ordentlich auf die Fresse bekommen. Wir legen beide erste Runde Bonesplitter, er macht mit einem Omega Myr weiter, ich versuche eine rote Replica, die sich aber dummerweise einen E-Bolt einfängt. Im weiteren Spielverlauf gelingt es mir nicht wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen, während seine Möhre sich über Gesellschaft freut und fröhlich auf mir rumhacken geht. Ich mache keinen einzigen Schadenspunkt.
Ungeachtet des demotivierenden Ergebnisses (keinen Spoiler gesehen und dennoch verloren), starte ich in Spiel 2, das auch sofort viel besser läuft. Doppel Talisman und Wandersmanns Leitstern sorgen für eine totale Manaüberlegenheit, mit deren Hilfe ich zunächst ein scheinbar wenig beeindruckendes Skyhunter Cub auf den Tisch lege. Das kleine Biest bewaffnet sich jedoch die Runde drauf mit Opaline Bracers für den vollen Sunburst Spaß, sowie einer tollen Axt zum knochenbrechen und geht beflügelt von diesem unglaublichen Wachstumsschub für neun niedliche Schaden bei meinem Gegenspieler vorbeischauen. Dieser findet zwar im der darauffolgenden Zug eine Antwort auf mein Artefakt, als mir aber mein Topdeckskill eine Schädelverstärkung, bei haufenweise Artefakten im Spiel, beschert, kann er auch nur noch die Karten zusammenschieben.
Zu beginn von Spiel 3 bringen mich ein früher Spikey sowie ein kleines Drachenbaby ziemlich ins schwitzen, allerdings vermag es der rettende Slogger den beiden Nervansägen ordentlich den Hinter zu versohlen, um nach getaner Arbeit gleich noch mal hauen zu gehen. Seine Kreaturen erreichen alle nicht mehr die kritische Stärke von 5 nachdem sein Bonesplitter, gleichfalls meinem Removal Einheim gefallen ist, sodass der inzwischen besser ausgerüstete Slogger ungestört seinen Tagewerk vollenden kann.
3:1

Mit diesem Ergebnis werde ich noch dritter, hinter Falko und dessen Gegner aus der letzten Runde, dem Turniersieger. Zwar hat Amigo keine weiteren Booster mitgeschickt, Preise gibt es trotzdem und so erhalte ich ein ziemlich hässliches Scourge T-Shirt, welches ich glücklicherweise sofort bei einem anderen Preisträger in eine metallene Deckbox umtauschen kann. Mit Falko, Carsten und dessen Bekannten aus Stralsund erfolgt der schon fast obligatorische Besuch einer Namenhaften Fastfood Kette und danach die gemütliche Heimfahrt in Auto statt Bus. Carsten setzt uns aber nur dort ab und düst sofort wieder weiter, während Falko und ich die verbleibende Zeit bis mein Zug abdampft damit verbringen uns die Rarekarten um die Ohren zu werfen (gemeint ist das von mir hochgeliebte Rareboxen, ein Highlanderformat, welches nur die Pappkärtchen mit goldenem (bzw. theoretisch goldenem) Emblem auf der rechten Kartenseite zuläst).

Geschrieben von Battleflie



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