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Blitzbold @ Deutsche Meisterschaft 2004

Nach meinem etwas unglücklichen Abschneiden bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften (5-1-1, 10. nach Opponent-Score bei qualifizierten T8) entschied ich mich trotzdem, zur DM nach Heidelberg zu fahren. Wegen einer Familienfeier konnte ich auch nicht an den Open-Qualifiern teilnehmen, also wollte ich Meatgrinder und Sideevents mitspielen.
Ich hatte drei fertige Decks zur Auswahl: RBU Raffinity, BG CemeteryCloud und natürlich mein Goblin-Bidding, das ich schon auf den Regionals gespielt habe. Letzteres musste allerdings wegen der Dominanz von Raffinity getuned werden, und mit der letzten Version mit nur noch 3 Piledrivern, 2 Gepalm Incineratorn und 2 Skullclamps und dafür 4 Electrostatic Bolt und 2 Shatter Maindeck war auch das Raffinity-Match eher gewinnbar.

Am Wochenende vor der DM war in Lüneburg dann die sog. ‚Lange Nacht der Spiele’. Jan (Shadow) kam vorbei, um mit mir gemeinsam dort kräftig zu spielen und zu tauschen. Er brachte ein Deck mit, von dem ich zwar gehört, dessen Artikel ich aber noch nicht bei Brainburst gelesen hatte: Elf & Nail – und behauptete steif und fest, das Deck hätte über 70% Win gegen Raffinity – vor dem boarden. Ein paar Testspiele weiter war ich überzeugt – das Deck konnte wirklich was, und machte auch noch saumäßig Spaß zu spielen - und das Ziel für die Lange Nacht war das Ertauschen der 4 Vernal Bloom , die man für das Deck braucht. Jeder von zwei konnte dann am Abend je zwei Stück davon ertauschen. Die fehlenden zwei Blooms konnte ich dann von Benny (Kartenguru) leihen und Jan bekam noch die ihm fehlenden in Hamburg.
Wir stellten fest, das im Mirrormatch derjenige das Spiel gewinnt, der zuerst seinen Wirewood Symbiote mit Wood Elves bekommt und diese Landsearch-Engine zum Laufen bringt. Jan hatte daher die Idee, im Mirror gegnerische Symbiotes mit Krosan Vorine zu entsorgen. Da wir nicht auf eine zweite Farbe ausweichen wollten, steckten wir diese kurzerhand in unser Sideboard. Des weiteren war das Match gegen Mono-R Goblins so miserabel, dass ich auf jeden Fall Ravenous Baloth im Sideboard haben wollte. Als Folge unserer Modifikationen flogen dann Reap and Sow sowie Oxidize aus dem Sideboard, meine Deckliste von den Grindern findet ihr hier.
Am Mittwoch vor den Grindern fuhr ich dann mit Shadow, Falko (The Real Paluschke) und Kartenguru mit dem Zug nach Heidelberg, wo wir uns in der Jugendherberge Plätze reserviert hatten. Dies erwies sich als gute Entscheidung, denn schon bei unser Ankunft wurde an jedem freien Tisch Magic gezockt, und die Jugendherberge war vollkommen ausgebucht.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann zur Site, um die Meatgrinder zu spielen bzw. das erste Display zu verdienen. Jan und ich entschieden uns für Standard-Grinder, Benny wollte es im Boosterdraft versuchen.
Im Meatgrinder II verlor ich ziemlich unspektakulär gegen BG Cemetery – in jedem Spiel hatte mein Gegner eine frühe Skullclamp + Manabeschleunigung, während ich meine Komboteile nicht schnell genug fand. Spiel eins endete nach einer Death Cloud für 5, die ihm wegen meines Vernal Bloom möglich war. Diesen hatte ich spielen müssen, um mit dem Druck, der sich auf seiner Tischhälfte aufbaute, mithalten zu können. Im zweiten Spiel hatte ich eine gute Hand, jedoch wurden meine Tiere von ihm entsorgt und anschließend das Board einseitig geleert. Doof.
Im Meatgrinder IV spielte ich in der ersten Runde gegen ein Kiddie mit einem äußerst suboptimalen Mono-R Goblin-Deck. Im zweiten Spiel legte er sogar Mass Hysteria. Ich habe mal gehört, dass Haste einen Darksteel Colossus nicht unbedingt schlechter macht...

-- Anekdote am Rande: Während wir auf den Beginn der ersten Runde warten, bekommt ein Spieler am Nachbartisch Besuch von einem Bekannten, der ihn ganz entgeistert fragt, was er denn da machen würde – er sei doch schon qualifiziert, und eine Teilnahme am Grinder würde ihn die Qualifikation kosten. Kurz darauf kommt schon Ingo Kempe zum Tisch und fragt, wer denn Spieler XY sei. Besagter Spieler meldet sich und sagt: „Aber ich droppe!“ Worauf Ingo nur noch erwidern kann: „Ja, Du droppst ganz schön doll, das weißt Du?“ --

Die zweite Runde verlor ich dann prompt gegen Goblin Bidding. Das erste Spiel verlief wie ein Match gegen Mono-R Goblins. Ich konnte ihn zwar noch ausbremsen und hatte dann auch eine Chance das Spiel zu gewinnen, aber mein Gegner legte einen zweiten Siege-Gang Commander und burnte mich einfach mit seinem Sharpshooter aus. Im zweiten Spiel musste ich einen Mulligan nehmen, mein Gegner haut mich innerhalb von 6 Runden tot.

Jan flog im Meatgrinder II nach 1-0 gegen Big-Red raus. Sein Gegner burnte ihm im Entscheidungsspiel 18 Punkte in 2 Runden: EOT Pulse of the Forge (4) - Untap, Upkeep, Draw – Pulse of the Forge (4), Shrapnel Blast (5), Shrapnel Blast (5) - *Tot*.
Im Meatgrinder V konnte er die ersten 2 runden gewinnen und flog dann nach abermals knappem Spiel gegen Goblins aus dem Turnier.

Wie unglücklich es mittlerweile Benny bei seinem Draft ergangen ist, kann in dem Bericht von Jörg nachgelesen werden.

Ich meldete mich noch für den letzten Standard-Grinder (Nr. VII) an, für 2,- € war das OK.
Ab hier habe ich auch meine Aufzeichnungen noch.


Meatgrinder VII - Standard

1.Runde: ??? mit ???-Deck
An das Deck meines Gegners der ersten Runde kann ich mich aber leider nicht erinnern. Meine Notizen zeigen, dass ich im ersten Spiel keinen Lebenspunkt verlor; die Lebenspunkte meines Gegners gingen 20 – 17 – Kamahl - Tot.
Im zweiten Spiel bekam ich etwas Schaden, ging bis auf 12. Dann spielte ich einen Tooth and Nails, holte einen Sundering Titan sowie Darksteel Colossus ins Spiel und mein Gegner gab auf.
1:0

2.Runde: Sascha Räker mit Mono-B Clerics
Sascha begann mit 1st Turn Dark Supplicant, einem weiteren in der zweiten Runde und 3rd Turn Rotlung Reanimaor. 2 Runden später haben mich 3 Zombies und ein Scion of Darkness totgeprügelt.
Ich boardete Random Stuff für 3 Ravenous Balaoth und konnte das zweite Spiel mit schneller Kombo für mich entscheiden.
Im dritten Spiel war Sascha leider screwed und gab auf, als ich Kamahl auf den Tisch legte.
2:0

3.Runde: ???, Mirror Match
Mein Gegner hatte das Mirror offensichtlich nicht getestet, denn er tappte sich in seiner 5. Runde aus und legte einen Vernal Bloom. Mit der neugewonnen Manaflut konnte ich ihn innerhalb von 2 Runden mit Kamahl auf 0 bringen.
Ich holte 3 Krosan Vorine sowie einen zweiten Duplicant und konnte auch das zweite Spiel relativ schnell dank Kamahl gewinnen. Mein Gegner machte mir keinen Punkt Schaden.
3:0

4.Runde: ??? mit UW
Ich begann das erste Spiel standesgemäß mit Land - BoP, mein Gegner legte nur einen Coastal Tower. Klasse, gegen Control kann man eigentlich nicht verlieren...
Ich prügelte fröhlich mit meinen Wood Elves auf ihm herum, von ihm kommt nur Land und eine Damping Matrix. Selbige wurde jedoch auch sofort entsorgt, dann kam ein Fattie ins Spiel, und mein Gegner spielte noch immer kein Removal.
Ohne zu boarden ging es ins zweite Spiel. Hier lernte mein Gegner auf die harte Tour, dass man gefälligst keine Akroma’s Vengeance spielt, wenn der Gegner einen Kamahl, eine Kreatur mit Skullclamp und 3 offene Mana hat...
4:0

Die letzten vier Spieler hatten dann folgende Decks am Start: 2x Ravager Affinity, 1x UW Control, 1x Elf & Nail. Über keines der Matchups musste ich mir großartig Sorgen machen.

5.Runde: ??? mit UW Control
Erstes Spiel: :-)
Mein Leben: 20
Sein Leben: 20 – 19 – 17 – 16 – 15 – 11 – Tot

Im zweiten Spiel gab es dann etwas mehr Action, weil mein Gegner einen Pulse of the Field hatte. Diesen konnte ich ihm irgendwann durch Manaburn nehmen, Kamahl + Colossus beendeten dann das Spiel. Auch Sundering Titan ist übrigens seht lustig, wenn der Gegner nur WoG als Removal hat!
5:0

6.Runde: ??? mit Ravager-Affinity
Mein Gegner fragte mich vor dem Spiel nach einem Preissplit. Der Gewinner eines Grinders bekam normalerweise die Turnierteilnahme als einzigen ‚Preis’, der zweitplatzierte Spieler 24 Booster. Da das Match für mich vorteilhaft ist, würde ich im Falle der Qualifizierung auch noch Booster bekommen. Im unwahrscheinlichen Fall der Niederlage hätte ich mein gesamtes Preisgeld auch wieder gewonnen.

Meine Aufzeichungen für das erste Spiel hier sind ziemlich karg. Allerdings machte sein Deck offensichtlich nicht allzu viel:
Mein Leben: 20
Sein Leben: 20 – 19 – Tot
Ich boardete den vierten Viridian Shaman, ein zweites Triskelion sowie einen weiteren Duplicant. Meine Starthand war solide, hatte 2 Mana, Vine Trellis, Wood Elves, Wirewood Herald sowie Tooth and Nail.
Mein Gegner nahm einen Mulligan - und danach gleich noch 3 weitere. Dann gab er das Spiel auf, die nächste Hand war wohl auch ohne Land. Obwohl äußerst schade brachte mir dies die Qualifikation zur DM!
6:0

Jörg hatte Grill, Kohle und Bier besorgt und wir haben die Qualifikation somit angemessen feiern können. Wurde ein sehr lustiger Abend und es war auch ziemlich spät, bis wir dann zu Bett gingen.
Wegen Jans und meiner Erfahrung mit Goblins bzw. Big Red modifizierten wir das Deck noch ein wenig, ich wollte unbedingt Ravenous Baloth im Maindeck haben.
Dies ist das Deck, das ich dann auf der DM spielte:

Elf & Nail (modifiziert: Jan Wacker + Michael Heiduk)

Maindeck
4 Birds of Paradise
4 Wirewood Symbiote
4 Wood Elves
3 Vine Trellis
3 Wirewood Herald
2 Viridian Shaman
2 Ravenous Baloth
1 Fierce Empath
1 Kamahl, Fist of Krosa
1 Darksteel Colossus
1 Duplicant
1 Triskelion
4 Vernal Bloom
4 Skullclamp
3 Tooth and Nail
2 Chrome Mox
20 Forest

Sideboard
3 Creeping Mold
3 Krosan Vorine
2 Ravenous Baloth
2 Viridian Shaman
1 Akroma, Angel of Wrath
1 Duplikant
1 Sundering Titan
1 Triskelion
1 Vine Trellis


DM 2004 – Standard I

1. Runde: Thomas Neumeier mit UR (March of the Machines?)

Ich erhalte eine perfekte Starthand und beginne mit Land + BoP, der sich jedoch in der gegnerischen Runde einen Electrostatic Bolt einfängt. Ich lege in der 4. Runde einen Vernal Bloom und caste in der 5. Runde Tooth and Nail mit Entwine. Mein Gegner reagiert darauf mit Thirst for Knowledge, discarded Furnace Dragon und einen weiteren Thirst for Knowledge, findet aber anscheinend keine Antwort. Daraufhin betreten Darksteel Colossus und Kamahl das Spiel. In meiner nächsten Runde aktiviere ich Kamahls ‚Overun’-Ability 2x und greife an – und mein Gegner spielt einen Unsummon auf meinen Colossus! Unkonventionell aber effektiv, jedoch haut Kamahl ihn immer noch für 10. In der nächsten Runde gehe ich auf Nummer Sicher, lege mein Triskelion, animiere seine 3 Länder, die blaue Mana produzieren konnten, und erschieße diese. Mein Gegner scoopt daraufhin.
Da ich von seinem Deck nicht wirklich etwas gesehen habe, gehe ich ohne zu boarden ins zweite Spiel. Auch dieses Spiel geht bei gegnerischem Manascrew dank Kamahl schnell vorüber.
1:0, 3 Punkte

2. Runde: Matthias Vogt mit Ravager Affinity
Im ersten Spiel mache ich ihm 2 Schaden mit Wood Elves, er mir einen Punkt mit einem einsamen Arcbound Worker, bevor er angesichts von Colossus und Kamahl scoopt.
Im zweiten Spiel habe ich 2 Viridian Shaman, 1 Wirewood Symbiote, 1 Wood Elves, BoP sowie 2 Länder auf der Starthand. Also nahezu perfekt für dieses Match. Mein 1st turn BoP bleibt noch unbehelligt, der Symbiote fängt sich aber gleich EOT einen Shrapnel Blast – das ist mal gründlich. 2 Viridian Shaman sind trotzdem sehr ekelig für ihn und er hat prinzipiell keine Chance, obwohl er zwischenzeitlich einen My Enforcer mit vier +1/+1 Countern und 2 Skullclamps hat. Dabei frisiere ich sogar noch ein bisschen, als ich mit meinem dritten (!!) Shaman später nicht sein Great Furnace entsorge sondern eine Seat of the Synod und ihm somit einen weiteren Pyroclasm ermögliche. Ich habe jedoch eine Lösung für das Enforcer-Problem und kurze Zeit später scoopt er abermals gegen Colossus + Kamahl.
2:0, 6 Punkte

3. Runde: Alexander Schröder mit Big Red
Mein 1st Turn BoP fängt sich mal wieder einen E-Bolt. Seinen Talisman of Impulse entsorge ich dafür im Gegenzug mit einem Schamanen. Alex legt einen Solemn Simulacrum und gibt wieder ab. Als ich in der 4. Runde dann einen Baloth auf den Tisch lege, kommt der erste verwunderte Kommentar: „Das ist aber so nicht Standard!“
Der Baloth leistet mir dann auch gute Dienste, als Alex einen Avarax legt und angreift. Ein Avarax weniger, dafür dann 24 Leben. In der nächsten Runde kommt eine weiterer Avarax, ich topdecke jedoch einen weiteren Baloth. In seiner nächsten Runde kommt dann auch schon Rorix und schlägt mich auf 14 runter. Rorix ist aber ein fantastisches Ziel für meinen Duplicant, die Gefahr ist also erst einmal gebannt. Ich bekomme noch einen Pulse of the Forge an den Kopf, dann kann ich das Spiel für mich entscheiden.
Im zweiten Spiel sollte unsere Sideboardmodifikation dann einmal zeigen, dass sie sinnvoll ist und ich hole mir Akroma, Angel of Ability Text und die zwei weiteren Baloths. Der Darksteel Colossus muss gehen, Threaten oder Grap the Reigns sind mir zu unheimlich.
Alex legt einen frühen Jens und haut mich mit diesem auf 16. Ich kann 2 Vernal Bloom auf den Tisch legen und caste meinen ersten (!) Tooth and Nail. Ich hole mir Ravenous Baloth + Kamahl, lege aber Baloth + Akroma. Kommentar: „Dein Deck ist ja voll gegen meins getuned!“ - „Ja, ist es.“ – Und Akroma haut ihn auf 13, woraufhin ich mir Burn bis runter auf 8 fange. Ich habe jedoch einen weiteren Tooth and Nail, der mir zwei zusätzliche Baloths ins Spiel bringt und mir somit ein Lebenspunktepolster von 12 verschafft. Alex räumt den Tisch mit einem Starstorm für 4, mein Leben geht auf 18 hoch. In meinem Zug lege ich Kamahl, greife jedoch aus Angst vor Pulse of the Forge nicht an, denn Alex hat mittlerweile reichlich Mana liegen.
Eine Runde später ist das Match dann vorbei.

Leicht frustriert zeigt Alex mir dann tatsächlich einen Grap the Reigns von seiner Hand...

3:0, 9 Punkte

Zu diesem Zeitpunkt bin ich glatt mal Zweitplatzierter mit 9 Punkten und 100% Winning. Das dies nach dem Draft an Tisch 1 nicht so bleiben sollte, war mir schon klar.
Meine Draft-Decks habe ich nicht notiert, nur einige Karten sind mir in Erinnerung geblieben.
Das erste Deck am Freitag war RB mit Doppel-Spikeshot Goblin, doppelt Goblin Replica, Barbed Lightning und E-Bold, aber nur relativ schwachen Kreaturen wie Slith Firewalker oder Juggernaut oder teuren Biestern wie Auriok Siege Sled oder Death-Mask Duplicant und nur Vulshok Battlegear als einzelnes Equipment.
Runde 1 des ersten Drafts verliere ich gegen Falko Sacher, ebenfalls RB. Im ersten Spiel habe ich 12 Länder und 5 Business Spells, obwohl ich nur 17 Länder (ohne Myrs) spiele. Im zweiten Spiel ziehe ich sehr gut und überrenne ihn einfach, ohne auch nur einen Lebenspunkt zu verlieren. Im dritten Spiel frisiere ich mich selbst, als ich seinen Relic Bane, das meine Lightning Greaves verzaubert, mit meinem Unforge in meiner Runde entsorge und dann anschließend mit dem equippten Slith Firewalker angreife, obwohl er noch einen ungetappten Manamyr hatte...
In dem zweiten Draftmatch werde ich von Gabriel Huber und seinem UB Affinity mit reichlich gutem Equipment relativ unspektakulär überrannt.
Im dritten Match gegen Michael Müller mit BW gewinne ich das erste Spiel dank Spikeshot + Battlegear, verliere das zweite chancenlos und das dritte Spiel relativ knapp gegen seine Lufthoheit.

3:3, immer noch 9 Punkte

Im zweiten Draft öffne ich in meinem ersten Booster einen Viridian Shaman und nachdem mir mein rechte Nachbar einen Creeping Mold weitergibt, ist meine erste Farbentscheidung schon gefallen. Ich bekome im weiteren Verlaufg noch einen Fangren Hunter, eine Tangle Spider und noch nette weiße Critter wie Leonin Shikari und Lenin Battlemage. Auch ein Hematit Golem und Vulshok Berserker finden ihren Weg zu ihr, nur das Removal, mit dem ich am Vortag so gesegnet war, will sich nicht bei mir einstellen. Abermals frisiere ich mich selbst, als ich dann trotzdem eine Leonin Bola gehen lasse und meinem rechten Nachbarn aufgrund seiner Farbsignale einen Electrostatic Bold weiterreiche.
Runde 1 verliere ich in 3 Spielen, im Entscheidungsspiel einmal öfter Mana Flooded, obwohl ich nur noch 16 Länder spiele – screwed war ich mit dem Deck in nicht einem Spiel.

Runde 2 werde ich gegen Patrick Götz (tarabas 20) gelost. Die Runde dauert ca. 20 Sekunden, denn ich bekomme ein Matchloss, weil ich meinen Myr Retriever nicht für das Deck eingetragen habe und nur 39 Karten in der Liste hatte. Dummheit muss bestraft werden!

Runde 3 verliere ich abermals unspektakulär gegen Jan Ruess mit RW. Im ersten Spiel hat er 2 Loxodon Mystic, die ihm Boardadvantage verschaffen und einen Loxodon Warhammer, um das Spiel dann zu beenden. Neben abermaligem Mana Flood sorgt im zweiten Spiel ein Spector’s Shroud für meine Niederlage.

Meine Notizen für die zweite Standardhälfte sind mir leider abhanden gekommen, die folgenden Spiele muss ich aus der Erinnerung beschreiben.

Runde 7 spiele ich ein Mirrormatch. Mein Gegner hat in beiden Spielen eine frühe Skullclamp und mehrere Wood Elves, ich ziehe in beiden Spielen nach annehmbaren Starhänden nur unterschiedlich. Das erste Spiel wird durch einen Mindslaver (!) entschieden. In meiner Runde spiele „ich“ meine beiden Vernal Blooms, opfere meinen Ravenous Baloth für 4 Leben, imprinte meinen verbliebenen Viridian Shaman in meinen Chrome Mox und chumpblocke seinen Kamahl mit meinen Wood Elves. Als er dann mit Kamahl und 30 Mana untapt, ist das Spiel natürlich entschieden. Im zweiten Spiel kann ich ihn mit multiplen Krosan Vorine bis auf 6 prügeln, dann kommt sein Sideboard zum tragen und ich stehe innerhalb weniger Runden mit nur einem Chrome Mox und einer Vine Trellis als einzigem Mana da. Die Krosan Vorine konnten zwar einen Wierewood Symbiote entsorgen, allerdings konnten sie nicht verhindern, dass mein Gegner all seine frischen Elfen durch seine Skullclamp wirft.

Runde 8
Michael Heiduk *** BYE ***

Ich stelle mich direkt bei John Avon an, um mir wenigstens ein paar Karten unterschreiben zu lassen. Die Warterei dauert fast die ganze Runde über. Zur Belohnung habe ich jetzt u.a. diese beiden wohl einmaligen Anger:


Runde 9: Iwan Tan mit Elf & Nail
Das erste Spiel dauert sehr lange, ich kann meinen frühen Manavorteil nicht nutzen. Als Iwan später einen Vernal Bloom legt, um aufzuholen, ist Mana schon egal. Sowohl mein Kamahl als auch sein Kamahl waren umschichtigen Duplicants zum Opfer gefallen, beide Duplicants erlagen sodann einem Viridian Shaman. Wir haben irgendwann beide einen Kamahl sowie diverse Elfen und Symbioten auf dem Tisch, also ein vollkommener Stall. Mein Deck hat zu diesem Zeitpunkt noch 19 Karten, Iwans nur noch 15 – er gibt das Spiel auf.
Ich boarde einiges, will mehr Schamanen und mehr Utility-Kreaturen. Iwan hat den besseren Start als ich, kann mich mit einem Kamahl und einem leergeschossenen Triskelion mit Hilfe des doppelten Overrun-Effektes auf 3 hauen, bevor einer meiner Duplicants den Kamahl entsorgen kann.
Zum meinem Glück bin ich nicht der einzige Frisör unter dem Himmel, denn Iwan benutzte sein zweites Triskelion, um meinen frisch gecasteten Wirewood Symbiote zu erschießen...
Als Iwan später seinen Darksteel Colossus legt, habe ich einen weiteren Duplicant, mein Kamahl bringt dem Shapeshifter dann später Trample bei.

5:7, 15 Punkte

Mit diesem Ausgang bin ich dann im Endeffekt 95. geworden. Ziel „Top 100“ habe ich also erreicht. Das ich im Draft nicht allzu gut abschneiden würde, habe ich erwartet, aber 0:6 fand’ ich etwas frustrierend. Mit einer Mischung des Removals aus dem ersten Deck und den Crittern des zweiten wäre ich sicherlich besser gegangen – aber was soll’s? Warum haben übrigens gute Limited-Spieler auch regelmäßig Bomben wie Molder Slug oder Loxodon Warhammer?


Fifth Dawn Prerelease

Auf einen weiteren Turnierbericht habe ich jetzt keine Lust mehr...
Aber ich will noch feststellen, dass sich aus einem Starter Mirrodin und 3 Boostern Fifth Dawn so viele spielbare Karten holen lassen, dass man daraus
a) mindestens 3 verschiedene Decks bauen und
b) 2 von diesen Decks gleichzeitig haben kann.



So long,
viel Spaß beim Spiel,
Micha

Geschrieben von Blitzbold



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